Durch die mittlerweile sehr vielfältig entwickelte Werbetechnik bleiben kaum noch Wünsche offen bezüglich einer außergewöhnlichen Fahrzeugbeklebung. Hightech-Folien werden schon seit langen genutzt, um Fahrzeuge (z.B. Taxen) komplett in Folie “einzupacken”, anstatt diese umzulackieren. Die partielle Beklebung wird mittlerweile nicht nur zu Werbezwecken genutzt, sondern seit langem sollen grafische Vinyls – besonders in der Tuningszene – das Fahrzeug zieren.

Ein etwas ausgefallener Auftrag ist dann die Gestaltung eines Helikopters. Die Herausforderung dabei war, dass der Heli eiförmig ist, im Gegensatz zu einem Lieferwagen, der ja eher ein Quader als Grundform hat. Das heißt, dass der Hubschrauber von Beginn an als Ganzes gestaltet werden musste und nicht pro Seite, wie bei einem Fahrzeug. Außerdem wird der Helikopter auch von unten betrachtet. Technische Zeichnungen sind aber nun mal so aufgebaut, dass sie das Fahrzeug pro Seite zeigen, das ist beim Hubschrauber auch nicht anders – aber für einen ersten Entwurf ist das ausreichend. Die Alternative dazu wäre ein 3D-Modell zu erstellen, was aber den Kostenrahmen für das Design sprengen würde.

 

Entwurf Helikopterlackierung
Fotomontage Helikopterlackierung
Lackierung durch Tewoort in Kleve
Lackierung durch Tewoort in Kleve
Zusammenbau nach der Lackierung
Roll Out
Testflug mit der neuen Lackierung

 

Nach der Freigabe von Formen und Farbe auf Basis der technischen Zeichnung wird eine Fotomontage angefertigt. Dazu wird ein Bild eines baugleichen Typs verwendet und das Design darauf gelegt.

Vor der realen Gestaltung mit dem neuen Design, die absolut erstklassig durch den Lackier- und Fachbetrieb Tewoort umgesetzt wurde, muss der Hubschrauber entsprechend grundiert werden – In diesem Fall war dies Weiß.

Danach wird dann begonnen das neue Design aufzulackieren. An den Scheiben wird Folie aufgebracht, deren Farbton zuvor natürlich mit dem Lack abgeglichen wird.

Natürlich bedeutet jeder Farbtropfen und jeder Fetzen Folie auch Gewichtzunahme, was bei Fluggeräten nicht ganz unwichtig ist. Daher sollte der Helikopter vorher gewogen werden (Das Gewicht sollte mit dem, das in den Papieren steht identisch sein). Die abgeschliffene Farbe sollte gewogen werden – oder der ganze Heli ohne Farbe und dann wird lackiert bzw. beklebt. Danach noch mal den ganzen Hubschrauber wiegen, da das Gewicht der neuen Farbe und Folie  nicht 1:1 auf der Oberfläche landet – eintragen, fertig. Auch zur Größe und Farbe der Kennung, die am Heck stehen muss, gibt es Auflagen, die bei der Gestaltung dringend beachtet werden sollten.

heli07

Hier ist nun der fertig lackierte Helikopter mit dem neuen Axel-Jenner-Design. Vielen Dank an dieser Stelle an Simone und Thomas Tewoort für die fachmännischen Ratschläge zu diesem Bericht und natürlich für die Bilder aus der Produktion im eigenen Betrieb in Kleve!