Ein etwas ausgefallener Auftrag zur Fahrzeuggestaltung

In wie weit ein Helikopter als Fahrzeug einzustufen ist weiß ich auch nicht, jedenfalls ist das Design eines Helis schon eine ungewöhnliche Gestaltungsaufgabe. Die Herausforderung dabei war, dass der Hubschrauber eiförmig ist, im Gegensatz zu einem Lieferwagen, der ja eher ein Quader als Grundform hat. Das heißt, dass der Hubschrauber von Beginn an als Ganzes gestaltet werden musste und nicht pro Seite, wie bei einem (Liefer-)Fahrzeug. Außerdem wird der Helikopter auch von unten betrachtet. Technische Zeichnungen sind so aufgebaut, dass sie das Fahrzeug pro Seite zeigen, das ist beim Hubschrauber auch nicht anders – aber für einen ersten Entwurf ist das ausreichend. Die Alternative dazu wäre ein 3D-Modell zu erstellen, was aber den Kostenrahmen für das Design sprengen würde.

Entwurf Helikopterlackierung

Auf die technische Zeichnung wird farbig das neue Design gelegt. Diese neue Darstellung dient zum einen als Konzept für doe Präsentation beim Kunden und zur Anfrage beim Lackierer.

Fotomontage Helikopterlackierung

Auf Basis der technischen Zeichnung wird nun eine Fotomonatge erstellt. Hierbei wird das neue Design auf ein baugleichen Hubschrauber gelegt – in dem Fall eine Enstrom F28. Diese fotorealistische Darstellung visualisiert dem Kunden wie der Hubschrauber nach der Lackierung aussehen wird.

Lackierung durch Tewoort in Kleve

Vor der realen Gestaltung mit dem neuen Design, die absolut erstklassig durch den Lackierfachbetrieb Tewoort umgesetzt wurde, muss der Hubschrauber entsprechend grundiert werden – In diesem Fall war dies eine weiße Grundierung. Danach wird dann begonnen das neue Design aufzulackieren. An den Scheiben wird Folie aufgebracht, deren Farbton zuvor natürlich mit dem Lack abgeglichen wird. Natürlich bedeutet jeder Farbtropfen und jeder Fetzen Folie auch Gewichtzunahme, was bei Fluggeräten ein wichtiger Faktor darstellt. Daher sollte der Helikopter vorher gewogen werden (Das Gewicht sollte mit dem, das in den Papieren steht identisch sein). Die abgeschliffene Farbe sollte gewogen werden – oder der ganze Heli ohne Farbe und dann wird lackiert bzw. beklebt. Danach noch mal den ganzen Hubschrauber wiegen, da das ganze Gewicht der neuen Farbe und Folie nicht 1:1 auf der Oberfläche landet – eintragen, fertig. Auch zur Größe und Farbe der Kennung, die am Heck stehen muss (hier: D-HUBA), gibt es Auflagen, die bei der Gestaltung dringend beachtet werden sollten.

Endmontage des Helikopters

Vor der Lackierung wurden als erstes die Rotorblätter demontiert. In der Halle folgten dann einzelne kleine Bauteile, die entfernt wurden. Nachdem alles getrocknet und wieder zusammengebaut ist, können draußen die Rotorblätter montiert werden.