Für die Erstellung und Konzeption eines neuen Kundenmagazins gibt es natürlich mehrere Herangehensweisen. Allen gemein ist jedoch, dass das Briefing eindeutig und ausführlich erfolgen sollte. Schließlich hängen davon die Angebote bzw. Kostenvoranschläge der angefragten DienstleisterInnen ab und natürlich alle weiteren Prozesse des Projektes.

Bei einer Ausschreibung für die Kreation einer Kundenzeitschrift sind folgende Punkte für mich als Designer wichtig:

  • Vorstellung des Unternehmens in Kürze: Branche, Gründung, Meilensteine, USP, Kennzahlen z. B. Anzahl Mitarbeiter oder Filialen, allg. Wissenswertes)
  • Beschreibung der Ausgangssituation: Gibt es bereits eine Kundenbroschüre?
    • Ja! Wie wird diese akzeptiert, gibt es Umfragewerte? Wieso soll die Broschüre neu aufgelegt werden? Was ist bei dem bestehenden Magazin kritisch zu sehen, welche Missstände sollen behoben werden? Wird das neue Journal umbenannt?
    • Nein! Gibt es schon einen Titel (Namen)? Gibt es eine genau definierte Zielgruppe? (Nur Kunden oder auch Share- und Stakeholder, ggf. auch Lieferanten? Was wird von der neuen Broschüre erwartet (genaue Zielvorgabe: z. B. Nachfrage zu bestimmten Themen um 10% steigern …) ?
  • Gibt es CD Vorgaben oder ein CD-Manual in dem Farben Schriften und Bilder definiert und lizensiert sind?
  • Wo ist die künftige Zielgruppe angegliedert – B2B oder B2C? Grundsätzlich sollte alle 3 Jahre, spätestens aber nach 5 Jahren über einen (zumindest optischen) Relaunch des Kundenjournals nachgedacht werden. Das hängt auch etwas vom dem Erscheinungsintervall ab und in welchem Bereich der Kunde seine Zielgruppe hat.
  • WICHTIG: Genaue Darstellung des Ziels, der Sollsituation – am besten mit den 4 W arbeiten:
    • Was? Das Kommunikationsziel des Kundenmagazins
    • Wer? Die definierte Zielgruppe
    • Womit? Das Medium (Erscheinungsweise, Seitenanzahl, Papierart, …)
    • Wie? Das Konzept (inhaltlich / redaktionell und visuell / optisch)
  • Wie sieht der Redaktionsplan aus? Gibt es inhaltlich immer wiederkehrende Rubriken oder gibt es nur Schwerpunktthemen, der Rest ist frei gestaltbar. Hier hilft am besten ein grober Seitenplan, der gerne handschriftlich skizziert oder grob in Excel erstellt wurde – hängt natürlich von der geplanten Seitenanzahl ab.
  • Was wird vom Designer erwartet? Wie soll der Pitch aussehen? Werden mit der Abgabe des Angebots bereits Ideen zu Cover, Doppelseite oder speziellen Seiten erwartet?
  • Deadline – wann ist Redaktionsschluss, wann gehen die Druckdaten zum ersten mal in die Druckerei? Soll der Andruck geprüft werden?
  • Wie sieht die Zusammenarbeit aus? Vor Ort (immer) oder auch remote möglich mit gelegentlichen Redaktionssitzungen vor Ort?

Fazit:

Je nach dem kann der Umfang der oben gezeigten Ausschreibung schon mehr als 10 Seiten umfassen. Jedoch wenn diese genannten Punkte / Fragen (je Projekt werden einige dazu kommen oder entfallen) beantwortet werden können, dann ist die Abgabe eines transparenten und realistischen Angebots für die Gestaltung einer Kundezeitschrift zügig gemacht.