Mega Stress ohne Megapixel? Das muss nicht sein, denn das menschliche Auge ist so träge, dass ein Bild auch mit geringer Bildauflösung durchaus noch als Poster gedruckt werden kann.

Für den Offsetdruck sollte das Bild möglichst im Maßstab 1:1 vorliegen und in diesem eine Auflösung von mindestens 300 dpi (Dots per Inch) aufweisen. Wenn Sie ein Bild in der Größe von 4 cm Breite und 6 cm Höhe auf eine Postkarte in der Druckerei drucken lassen möchten, dann sollte der gewünschte Bildausschnitt diesem Maß entsprechen und dann mindestens mit 300 dpi aufgelöst werden. Das ganze muss dann auch ggf. vom RGB-Modus in den CMYK-Modus geändert werden – ist aber ein anderes Thema.

Normaler Weise ist es so, dass ein Bild in einer bestimmten Größe vorliegt. Die Einheiten können da unterschiedlich sein, bzw. kann im Betrachtungsprogramm auch eingestellt werden – Breite x Höhe in: cm, mm oder Pixel. Neben diesem Maß ist das Bild (z.B. von einer Digitalkamera) mit 72 dpi aufgelöst. Das besagt nur, dass 72 Bildpunkte (Pixel) auf einem Inch (2,54 cm) nebeneinander stehen. Wenn nun 300 Pixel die gleiche Strecke (2,54 cm) definieren, stehen mehr als viermal soviele Bildinformationen zur Verfügung. Das untere Bild zeigt dieses exemplarisch. Links oben ist eine sehr geringe Auflösung zu sehen, rechts unten ist die höhere Ausgangsauflösung der Kamera für diesen Bildausschnitt:

[Bild fehlt noch: extrablatt004]

Wenn Sie ein Bild für den Größflächendruck verwenden möchten, müssen Sie keineswegs die Datei 1:1 bei über 300 dpi anlegen, denn da wäre man bei Maßen von 4-5 Metern oder mehr im Gigabyte-Bereich, was das Datenvolumen angeht – klar, denn viel Fläche mit vielen Bildinformationen, das braucht viel Speicher! Es reicht also eine Datei, die proportional kleiner angelegt ist im Verhältnis von 1: 2 bis 1:100 – je nach dem, wie groß der Ausdruck sein wird.

Die Digitaldrucker benötigen nicht die ultimative Auflösung, denn meist drucken sie die Riesenbanner nicht in der höchsten Auflösung, weil der Betrachter die Riesenbanner aus über 5 Metern ansieht. Da fällt es schlichtweg nicht auf, wenn die Grafik im prinzip „verpixelt“ ist.

Mit einer kleinen Demonstration zeige ich Ihnen, was ich meine. Folgendes Bild zeigt eine geringe Auflösung, also wenig Bildpunkte. Wenn Sie sich nun von dem unten stehenden Bild um 2-3 Meter entfernen, sehen Sie die einzelnen Quadrate (Bildpunkte/Pixel) nicht mehr, sie verschwimmen zu einem Bild, weil das menschliche Auge sehr träge ist.

[Bild fehlt noch: extrablatt004b]

Das obenstehende Bild, wäre also trotz einer geringeren Auflösung noch für die Außenwerbung zu gebrauchen, für einen Flyer oder eine Broschüre allerdings nicht! Da müsste eine hochaufgelöste Datei her, wie die unten stehende. Vergleich Sie beide Bilder miteinander und betrachten beide aus 3 Metern.

[Bild fehlt noch: extrablatt004c]

Wenn Sie Ihre Bilddaten berechnen lassen wollen, kann ich Ihnendie Webseite www.din-formate.de empfehlen, hier geht’s zu den Berechnungsformeln. Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas Stress mit zu großen Bilddateien nehmen.